Von der Idee zur Serie: Wie ein StartUpLab eine Fahrradinnovation voranbringt : Datum:
Aus einer Idee auf einer Dresdner WG-Terrasse wird ein Serienprodukt: Das sächsische Start-up allpacka bringt seine klappbare Lastenbox für Fahrräder auf den Markt. Unterstützung erhielt das Gründerteam auf dem Weg dorthin unter anderem im Lab X der HTW Dresden – einem im Rahmen der BMFTR-Fördermaßnahme StartUpLab@FH aufgebauten Gründungs- und Forschungsfreiraum
Wie wird aus einer guten Idee ein marktfähiges Produkt? Die Geschichte des sächsischen Start-ups allpacka zeigt, welche Rolle Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) dabei spielen können. Im August 2026 geht die klappbare Fahrrad-Lastenbox „allpacka One“ in die Serienproduktion. Entstanden aus einer studentischen Idee wurde sie mit Unterstützung des StartUpLabs Lab X der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Dresden weiterentwickelt und schließlich über Gründung und Crowdfunding zur Serienfertigung geführt.
Dafür mitverantwortlich ist auch die Fördermaßnahme StartUpLab@FH des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Programm „Forschung an HAW“. Das Beispiel allpacka macht sichtbar, was die StartUpLab@FH-Förderung bewirken soll: Hochschulen werden zu Orten, an denen unternehmerische Ideen Raum bekommen, praktische Erfahrungen gesammelt und Innovationspotenziale in Richtung Anwendung und Gründung weiterentwickelt werden können. Die StartUpLabs stellen dafür nicht nur Räume und technische Infrastruktur bereit, sondern fördern auch Beratung, Weiterbildung und die interdisziplinäre Vernetzung innerhalb und außerhalb der Hochschule.
Die Geschichte hinter der Gründung: Vom Alltagproblem zum serienreifen Produkt
Aus einer alltäglichen Herausforderung startete 2020 die Entwicklung von allpacka. Die beiden damaligen Ingenieurstudierenden Lukas Ludwig und Daniela Weiß suchten nach einer Möglichkeit, Einkäufe unkompliziert mit dem Fahrrad zu transportieren, wenn Rucksack und Fahrradtasche nicht ausreichend Platz bieten. Auf der Terrasse ihrer Dresdner WG entstand der erste Prototyp einer klappbaren Lastenbox. Später kam Jonathan Vincentz zum Team hinzu; 2024 gründeten die drei die allpacka GmbH.
Aus dem ersten Prototyp wurde durch kontinuierliches Testen und Weiterentwickeln ein serienreifes Produkt. Insgesamt entstanden mehr als 24 Prototypen. In einer über zweijährigen Testphase erprobten mehr als 20 Personen die Box auf gut 5.000 Kilometern. Der entwickelte Klappmechanismus wurde in Deutschland patentiert. Ende 2024 folgte eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne mit mehr als 1.100 Bestellungen. Mit dem allpacka One lässt sich der Gepäckträger eines Fahrrads bei Bedarf um 30 Liter Stauraum erweitern und ermöglicht eine Zuladung von bis zu 20 Kilogramm. Sie macht ein herkömmliches Fahrrad für Einkäufe, Pakete und andere Alltagstransporte vielseitiger nutzbar – ohne dass Fahrradfahrer dauerhaft auf die Wendigkeit und Alltagstauglichkeit eines normalen Fahrrads verzichten müssen.
Mit dem Start der Serienfertigung erreicht die Entwicklung nun die nächste Phase. Die Spritzgussteile werden in Deutschland gefertigt, die Montage erfolgt an den allpacka-Standorten in Dresden und Leipzig. Aus einer studentischen Idee ist damit ein serienreifes Produkt und ein Unternehmen entstanden.
Textquelle: HTW Dresden