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Exzellenz in der Qualifikationsphase : Datum:

Wie kann Promotion an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten gleichberechtigt gelingen? Das Projekt „Transdisziplinäre Demokratie- und Bildungsforschung" geht mit seinem hochschulübergreifenden Promotionsverbund, an dem Professorinnen und Professoren der Alice Salomon Hochschule Berlin und Freien Universität Berlin gleichberechtigt zusammenarbeiten, einen neuen Weg und schafft ideale Bedingungen für Promovierende.

Sieben Personen des Projekts Transdisziplinäre Demokratie- und Bildungsforschung stehen nebeneinander und posieren für ein Foto.
V.l.n.r.: Olga Theisselmann (promoviert im Projekt), Prof. Dr. habil. Corinna Schmude (Teilprojektleitung), Prof. Dr. Michael Brodowski (Projektleitung), Philipp Terstappen (promoviert im Projekt), Stephan Köster (promoviert im Projekt), Prof. Dr. Benjamin Fuchs (Teilprojektleitung), Anett Pöbel (promoviert im Projekt). © Charlene Röhl (Koordinatorin im Projekt TransDeBiFo, Alice Salomon Hochschule Berlin)

Wer promovieren will, benötigt in Deutschland fast immer eine Universität. Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) dürfen bisher in der Regel keine Doktortitel vergeben. Das stellt HAW Professorinnen und Professoren vor das Problem, bei der Betreuung von Promotionen meist in der zweiten Reihe zu stehen, statt auf Augenhöhe und gleichberechtigt agieren zu können. Das durch die Förderlinie "Forschungsraum-Qualifizierung" geförderte Projekt „Transdisziplinäre Demokratie- und Bildungsforschung" (TransDeBiFo) an der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH Berlin) geht einen anderen Weg. Gemeinsam mit der Freien Universität Berlin (FU Berlin) schafft das Projekt für alle Beteiligten, vor allem für die aktuell fünf Promovierenden, optimale Bedingungen und zeigt damit, dass eine gleichberechtigte Betreuung von Nachwuchsforschenden möglich und zeitgemäß ist.

Klare Regeln für das gemeinsame Promovieren 

Die sechs beteiligten Professorinnen und Professoren der ASH Berlin und der FU Berlin handelten gemeinsam Rahmenbedingungen für eine gleichberechtigte Betreuung aus und fassten diese in Zielvereinbarungen zum "Forschungsverbund TransDeBiFo" zusammen. So ist es beispielsweise auch für die HAW Kolleginnen und Kollegen möglich, als Erstgutachtende zu fungieren. Neben der wissenschaftlichen Exzellenz steht auch eine Transdisziplinäre Forschung im Vordergrund, die es ermöglicht, Praxispartner von Anfang an in die Forschungsvorhaben einzubinden. Der nächste Schritt wird nun ein gemeinsam zu beantragendes Promotionskolleg der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sein, das die gleichberechtigte Zusammenarbeit von ASH Berlin und FU Berlin zu Grunde legt.

Nachwuchsforschende aus TransDeBiFo vernetzen sich deutschlandweit 

Die fünf Doktorandinnen und Doktoranden aus dem Projekt wurden kürzlich in die "Deutsche Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE)" aufgenommen, dem größten deutschen Fachverband für Forschende, die zu Erziehung und Bildung forschen. Die Mitgliedschaft ermöglicht ihnen unter anderem an Fachtagungen mit erfahrenen Fachleuten aus den einschlägigen Wissenschaftsfeldern ins Gespräch zu kommen und dort auch die eigene Arbeit vorzustellen. Da der entstandene Forschungsraum optimale Rahmenbedingungen für nationale und internationale Vernetzung bietet, können sie auch selbst hybride Werkstätten für Promovierende aufbauen und internationale junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu einladen.

Textquelle: Teofilos Chatzistamatis, Alice Salomon Hochschule Berlin