Neun Jahre Energiewende-Forschung: X-Energy feiert erfolgreichen Abschluss : Datum:
Um die Energiewende voranzubringen, braucht es praxistaugliche Lösungen aus Wissenschaft und Industrie. Neun Jahre lang haben Forschende am Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg gemeinsam mit Unternehmenspartnern in der Impulspartnerschaft X-Energy solche Lösungen entwickelt. Im Februar 2026 würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik die zahlreichen Forschungsergebnisse im Rahmen einer Abschlusskonferenz.
X-Energy (Partnerschaftsportrait) hat an konkreten Lösungen für ein klimaneutrales Energiesystem geforscht, die teilweise bereits im praktischen Einsatz sind. So verbesserten die Teams unter anderem den Fledermausschutz an Windenergieanlagen und entwickelten Maßnahmen, um deren Schallemissionen zu senken. Virtuelle Windparks machten Anlagen begeh- und hörbar und erleichtern die Planung, Schulung und Akzeptanzarbeit. Zudem optimierten die Forschenden Zwei-Blatt-Rotoren und Multirotor-Systeme und etablierten gemeinsam mit der University of Strathclyde eine internationale Jahreskonferenz für Multirotorforschung. Und: Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmeten sich Technologien, die voraussichtlich erst in zehn bis 15 Jahren in großem Stil benötigt werden. Beispiele hierfür sind Systeme zum Abscheiden von CO2 aus der Luft oder biologische Prozesse, die mit Hilfe von Mikroorganismen CO2 und Strom zu Methan umwandeln.
X‑Energy stärkte so die Forschung, den akademischen Nachwuchs und den Transfer an der HAW Hamburg. Fast 130 Abschlussarbeiten, 18 begonnene Promotionsvorhaben, rund 40 wissenschaftliche Veröffentlichungen sowie etwa 160 Vorträge und Posterbeiträge zeigen, welchen Umfang die Forschungsarbeit erreicht hat. Zwei Ausgründungen wurden durch X‑Energy ermöglicht oder unterstützt: eine zur intelligenten Steuerung von Wärme- und Stromerzeugern sowie eine im Bereich der Wartungsstrategien von Windenergieanlagen. Nicht zuletzt trug das Projekt auch wesentlich dazu bei, dass die HAW Hamburg im Frühjahr 2025 das Promotionsrecht im Bereich „Sustainable Technologies and Systems (STS)“ erhielt.
Am 18. Februar 2026 würdigten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik – darunter Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) Katharina Fegebank - auf der Abschlusskonferenz die Ergebnisse von X‑Energy. Katharina Fegebank betonte anlässlich des Abschlusses von X-Energy die Bedeutung praxisnaher Forschung für eine schnelle Energiewende: „Die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist für die Energiewende in unserer Stadt unverzichtbar. Sie beschleunigt Innovationsprozesse und trägt zum wichtigen Wissens- und Technologietransfer bei.“
Dr. Michael Weber vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) erläuterte die Zielsetzung der Förderlinie FH‑Impuls, über die X‑Energy finanziert wurde. In einer Podiumsdiskussion mit Gästen aus Industrie und Wissenschaft ging es um Erfahrungen aus der kooperativen Forschung und deren Nutzen für Hochschulen, Unternehmen und die Gesellschaft. Die beteiligten Forschungsgruppen präsentierten anschließend ihre Ergebnisse aus den Teilprojekten.
Mike Blicker, Koordinator und Partnerschaftssprecher von X-Energy am CC4E, fasste die Aktivitäten der Partnerschaft wie folgt zusammen: „Wir konnten am CC4E dank der Projekte in X-Energy neue Professor*innen und Kolleg*innen begrüßen, haben aber auch Kontakte zu Industriepartnern geknüpft oder ausgebaut. Wir haben die Energieforschung am CC4E deutlich ausgebaut und strukturell verankert. Es konnten bereits viele Lösungen für die Energiewende entwickelt werden und wir sind gut aufgestellt, um auch weiter unseren Beitrag zur Energiewende zu leisten.“
Textquelle: HAW Hamburg