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B.I.T. Lab an der Hochschule Reutlingen erfolgreich gestartet : Datum:

Das B.I.T. Lab (Biomedizinische Innovation und Transfer Lab) an der Hochschule Reutlingen hat planmäßig seinen Betrieb aufgenommen. Im Rahmen der Förderrichtlinie „HAW-ForschungsraumQualifizierung“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) wird hier ein moderner, interdisziplinärer Forschungs- und Qualifizierungsraum für biomedizinische Themen neu aufgebaut.

Sechs Personen in Laborkitteln posieren für ein Gruppenfoto im Labor
Prof. Dr. Ralf Kemkemer (links) und Prof. Dr. Ebru Ercan Herbst (rechts) mit dem B.I.T. Lab-Team © Maren Haldenwang, Hochschule Reutlingen

Zentrales Forschungsthema ist die Entwicklung eines realitätsnahen Modells der menschlichen Blut-Hirn-Schranke (BHS) in Kombination mit Gliom-Zellmodellen. Das Projektteam will die Barrierefunktion der BHS besser verstehen, deren Rolle bei der Entstehung und Progression von Hirntumoren wie Glioblastomen untersuchen und neue Ansätze zur gezielten Medikamentenfreisetzung ins Gehirn erproben – ein Schlüssel für wirksamere Therapien gegen schwer behandelbare neurologische Erkrankungen.

Erste Forschungs- und Projektarbeiten im B.I.T. Lab (Förderkennzeichen: 13HAW082FQ) laufen derzeit erfolgreich an und nutzen die neue Laborinfrastruktur für anwendungsnahe biomedizinische Entwicklungen.

Das Projekt legt besonderen Wert auf eine stark anwendungs- und transferorientierte Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Masterstudierende, Promovierende und Postdocs werden frühzeitig in echte Forschungsprojekte eingebunden, arbeiten interdisziplinär mit Industriepartnern zusammen und sollen so weitreichende Kompetenzen in innovativen Zellkulturmodellen, Bioanalytik und translationaler Forschung erwerben – eine gezielte Vorbereitung auf Karrieren in Wissenschaft, Industrie und Transfer.

Der erste Höhepunkt zu Projektbeginn ist der offizielle Kick-Off-Workshop im Mai 2026 mit wissenschaftlichen Vorträgen sowie einem Get-together, das Raum für Dialog und Networking schafft. Erwartet werden Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Hochschulen und Industrie, um den interdisziplinären Austausch zu fördern und Kooperationen zu initiieren.

Das Projekt stärkt die forschungs- und transferorientierte Profilbildung der Hochschule Reutlingen im Bereich Biomedizin und leistet einen Beitrag zur Lösung drängender Herausforderungen in der Hirnforschung.

Textquelle: Dr. Michaela Mai, Hochschule Reutlingen